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In unserer Umgebung lässt sich vortrefflich wandern.

Besuchen Sie z.B. die "Drei-Brüder-Steine", auch "Sühnesteine" genannt. Es heißt, sie seien Erinnerungszeichen an ein blutiges Ereignis. Sie finden sie am Nemdener Kirchweg, südlich der A 30.
(N 52° 13,287', O 8° 12,609')

Früher standen sie beinahe bei uns gegenüber an einer zur Betrachtung etwas gefährlichen Stelle.
Der jetzige Standort liegt am Hauptzugangsweg zum großen Waldgebiet der "Holter Burg" (die sich auch zu besuchen lohnt) zwischen dem Wanderer-Parkplatz und der Orientierungstafel für Wanderer.

Die Sage berichtet, dass die drei Söhne eines Hofbesitzers aus Nemden Streit um ihr väterliches Erbe hatten. Nach Verabredung töteten die ältesten hier in der Nähe ihren jüngsten Bruder, um in den Besitz seines Anteils zu kommen. Da sie sich über die weitere Teilung nicht einigen konnten, setzten sie die Handgreiflichkeiten fort, bis auch der Zweitälteste tot am Boden lag. Der Dritte, nunmehr über seine Taten von Entsetzen gepackt, tötete sich dann von eigener Hand.



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Die "Drei-Brüder-Steine" am alten Standort. 



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Eine andere Überlieferung zu den Steinen besagt, dass drei Räuber nach gemeinschaftlichem Raubzug uneins waren über die Verteilung der Beute. Als einer von ihnen fortging um Speise und Trank zu holen (wo wohl?), beschlossen die beiden anderen, ihn zu ermorden. Das taten sie auch, nicht ahnend, dass der Dritte vor seiner Rückkehr die Speisen vergiftet hatte und sie nun auch den Tod erleiden mussten.

Diese Version findet man auch in einem Gedicht des "Dichterjuristen" Giesbert von Vinke (1813 - 1892, auch Gisbert von Vincke geschrieben), einem Freiherrn aus dem Westfälischen, Literat und Shakespeare-Experte, der seine Sommer häufig bei uns in der Nähe auf Gut Ostenwalde verbrachte:

Der Mond scheint helle, die Nacht ist kalt
Drei Räuber lagern tief im Wald.
Ringsum geschichtet ist Geld und Gut,
ein wüst Gewirr, besudelt mit Blut.
Sie teilen den Raub in Streit und Zank,
sie tragen begehr nach Speis und Trank.
Den jüngsten drum entsenden sie bald,
der holet Speis und trank in den Wald.
Unheimlich flüstern lang die zwei,
da keucht der dritte Mann herbei.
Für sie beladen mit Wein und Speis,
dem rinnen vom Haupt die Tropfen heiß.
Und wieder setzt er die Last zur Erd,
als ihm ein Dolch in den Nacken fährt.
Im Dickicht liegt er erschlagen schon,
sein Raubteil teilten die zwei voll Hohn.
Sie tafeln. Indes sie sorglich schaun,
wohl möchte keiner dem anderen traun.
Zu spät! Sie hielten ihr Totenmahl,
mit Gift ist gewürzt der Weinpokal.
Der Mond scheint helle, die Nacht ist kalt,
Drei Kreuze stehen tief im Wald.



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"Höltingsbänke"

Ein weiterer, kleiner Spaziergang kann zu einer alten Gerichtsstätte führen.


Nördlich unseres Gasthauses befindet sich eine ehemalige Gerichtsstätte. Auf einer kleinen Erhebung trifft man das einstige "Holzgericht" auf dem Kurrel an, die Höltingsbänke.
Um sie zu erreichen, biegt man auf dem Weg nach Nemden nach rund 200 Metern links in ein Waldstück ab.
Hier tagte bis etwa 1800 das Holzgericht über die Nemder und Holter Mark.
Die Marken (oder auch Allmende, Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz) waren bis zu dieser Zeit Grundlage der bäuerlichen Viehwirtschaften. Rechte und Pflichten der Markgenossen mussten eingehalten werden. Wer dagegen verstieß, wurde mit Strafen, den sogenannten Brüchten belegt. Die Brüchte, auch Brüchtengeld genannt, waren im Mittelalter und der frühen Neuzeit von der niederen Gerichtsbarkeit für kleinere Vergehen verhängte Strafgelder oder Naturabgaben.
Die von Hofesgerichten verhängten Strafgelder waren eine beliebte Einnahmequelle der Gutsverwaltungen, mit denen auch Feste und Einrichtungen der Allmende finanziert wurden. Ab 1800 wurden die Marken aufgeteilt und gingen in Privatbesitz über.

In unserer geschichtsträchtigen Umgebung finden Sie sicher noch weitere Wander- oder Radwege. Siehe dazu auch unseren Kartenausschnitt unter "So finden Sie uns".

Der ultimative "Kurrel-Tipp":
Widmen Sie sich der körperlichen Ertüchtigung. Gehen Sie Spazieren, machen Sie eine Wanderung, fahren Sie Rad in unserer Umgebung und anschließend oder zwischendurch stärken Sie sich bei uns mit frischen Getränken, einer deftigen Brotzeit und tiefgründigen Fachsimpeleien! Wir freuen uns auf Ihren Besuch (auch wenn Sie einfach nur so kommen wollen). ; -)))



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